Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbereitungen und Flug
  2. Visum
  3. Währung und Geld abheben
  4. Impfungen für Sansibar
  5. Sprache
  6. Essen, Restaurants, Supermärkte
  7. Transportmittel & Navigation: Touristen Bus, Lokaler Bus, Mietwagen und Co.
  8. Vom Flughafen zum Airbnb in Nungwi
  9. Ankunft in den Highland Bungalows
  10. Allerlei Getier am Strand
  11. Abende am Strand
  12. Stone Town – Sansibar Stadt ( Hauptstadt) by Dalla Dalla
  13. Schnorcheltrip mit dem Boot Kilimajaro 2

1. Vorbereitungen und Flug

 

Es sollte unsere 1. Backpacking- Reise werden, wir buchten einfach, im kalten, grauen, nassen deutschen Winter, aus einer Laune heraus, 2 Flüge nach Unguja, die Hauptinsel im Sansibar Archipel. Die günstigen Flüge suche ich immer mit Flugsuchmaschinen wie Fluege.de .

Das 1. Mal im Leben flogen wir mit Qatar Air.

Ich kannte immer nur diese Billig Airlines, aber Qatar ist ja der Hammer. Ich wußte es vorher nicht und war umso erstaunter. Kostenlose Sitzplatzreservierung, 9 verschiedene Menues konnte man direkt nach Buchung auswählen. Ich war echt skeptisch, aber ihr werdet es nicht glauben, es hat alles geklappt, ungelogen. Das ganze Komplettpaket Qatar- Berlin- Doha- Sansibar, es hat einfach ohne Komplikationen finktioniert Ich konnte es kaum glauben. Das war noch nie passiert.

Vor der Reise las ich in Reiseblogs sehr viel und meldete mich, über einen Link dort, bei Airbnb an. Auf Grund des Link’s bekam ich gleich noch Rabatt auf meine 1. Buchung. (habe ich euch auch mal verlinkt)

Weitere gute Unterkünfte findet ihr bei Hostelworld und  Booking.com .

Das sind so meine beiden Tipps für günstige Unterkünfte, diese Apps nutze ich auch immer.

Ich buchte, wegen der vielen guten Bewertungen Highland Bungalows Bed & Breakfast
in Nungwi und wegen der so schönen Strände im Osten, einen Bungalow am Strand in Jambiani. Nach einem reibungslosen Abflug von Berlin Tegel landeten wir in Doha, wir stiegen aus dem Flugzeug und mich traf der Schlag, nie in meinem Leben habe ich so eine trockene Hitze erlebt und schon gar nicht so mitten in der Nacht. Der Flughafen war klimatisiert ( unbedingt Jacke mitnehmen) und wir verbrachten die Nacht dort. Am nächsten Morgen ging es weiter, ich saß am Fenster und plötzlich traute ich meinen Augen nicht mehr. Da sah ich ihn, den Berg der Berge, für mich jedenfalls, ganz oben auf meiner Todo-Liste. Der Kilimajaro. Ganz dicht und deutlich sah ich ihn.

 

Am Kilimanjaro vorbei nach Sansibar
Kilimanjaro

Dann flogen wir noch kurze Zeit und landeten in Sansibar auf dem Flughafen Abeid Amani Karume ( 1. Präsident von Sansibar 1964) , dem einzigen Flughafen der Insel. Es war nachmittags. Wir stiegen aus und ich hörte jemanden sagen: “ Ich hoffe, dass der Flughafen noch unseren Abflug erlebt.“ Ich musste Lachen. Ja, dass Gebäude schien nicht mehr das Neueste zu sein und war ganz schön afrikanisch. Doch daneben war eine Baustelle, man scheint etwas Neues zu bauen. Aktualisierung 2022- der neue Flughafen ist bereits in Betrieb. 

 Nach dem Prozedere mit dem Visum, man muss nur das Nötigste ausfüllen, Hauptsache man zahlt die 50$ pro Person, machten wir uns auf die Suche nach unserem Gepäck. Als wir durch die Kontrolle waren, standen wir in der “ Halle“. Ich suche das Gepäckband. Vergeblich, es gab kein Gepäckband. Das Flughafenpersonal kam mit einem etwas größeren Bollerwagen dahergezogen. Sie luden die 1. Fuhre Koffer ab und zogen wieder los, um die nächsten Koffer zu holen. Das Ganze ging so lange, bis das Flugzeug leer war. nachdem wir unser Gepäck gefunden haben, verließen wir das Flughafengebäude.


2. Visum

 

Deutsche Stattsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Direkt nach der Landung kann man im Flughafen die Formulare ausfüllen, bekommt dann, nach Zahlung von 50 $ sein Visum, welches 90 Tage gültig ist. Dein Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.


3. Währung und Geld abheben

 

Die Währung auf Sansibar, wie auch in Tansania heißt Tansania- Schilling. 1 Schilling sind 100 Cent. Als Parallelwährung hat sich der US Dollar entwickelt, allerdings ist es in Schilling immer günstiger.

1 Euro entspricht heute 2.505,07 TS, das heißt, ihr seid nun Millionär.

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Geldautomaten / ATM’s gibts nur in Stone Town, auch am Flughafen. Hier konnte ich mit meiner Barclays Kreditkarte bequem Geld abheben. Nehmt euch also Bargeld mit in euren Ort. Manchmal gibt es in den Orten auch Stellen, wo ihr mit Kreditkarte Geld bekommt, meistens wo es ein Kartenlesegerät gibt. Das kostet aber Gebühren.

Aktualisierung 2022- Inzwischen gibt es in einigen Orten im Norden und Osten auch ATM’s


4.Impfungen für Sansibar

Empfohlen wurden uns folgende Impfungen:

Hepatitis B

Gelbfieber ( stellenweise wichtig für die Einreise, es werden Stichproben gemacht)

Typhus

Tollwut

Meningokokken


5. Sprache

Auf Sansibar spricht man Swahili, die meisten sprechen Englisch. In touristischen Gebieten auch Italienisch und Deutsch.

Hallo – Habari

Auf Wiedersehen- Kwa heri

Ja – ndijo

nein – hapana

Danke – asante

Bitte! – karibu

Entschuldigung – Samahani

Hilfe – Saidia

Toilette – Msalani/ choo


6.Essen, Restaurants, Supermärkte

Es gibt in allen Orten Garküchen und Streetfood, ich habe es ohne Probleme gegessen. In den touristischen Orten am Strand und in Stone Town, der Hauptstadt gibt es jede Menge Restaurants, auch internationale Küche. Kleine Supermärkte und Shops gibt es in allen Orten, große Supermärkte nur in Stone Town. Auch auf dem Basar findet ihr Einiges.

Kleiner Tipp, wenn ihr etwas Bestimmtes benötigt, dann fragt einfach Locals, sie besorgen dir alles und sofort.


7. Transportmittel & Navigation: Touristen Bus, Lokaler Bus, Mietwagen und Co.

Man kommt entweder mit dem Flugzeug oder mit der Fähre von Daressalam nach Sansibar einreisen. Zur Unterkunft mit dem Koffer nehmen wir immer ein Taxi. Alternativ kann man die Dala Dala’s nutzen, dass sind die öffentlichen Busse. Sie kosten meist 1-2 Dollar,  je nachdem wohin man will. Wenn man Touren bucht, fahren Touri- Minivans über die Insel. Mietwagen würde ich nicht empfehlen, vor den Orten sind Polizeisperren, die suchen so lange, bis sie einen Grund für ein Strafmandat finden ( Korruption)


8. Vom Flughafen zum Airbnb

Ich erinnerte mich gelesen zu haben, dass es keinen ATM in Nungwi gab, also holte ich als 1. etwas Geld am Automaten bei Ankunft auf Sansibar.

Aktualisierung 2022- inzwischen gibt es 2 ATM’s in Nungwi

Von einer Sekunde zur nächsten bin ich Millionärin. Schon sprachen uns die ersten Taxifahrer an. Jetzt weiß ich das 25$ ein guter Preis ist, zu diesem Zeitpunkt wusste ich es nicht. Wir fuhren das 1. Mal im Leben durch Afrika, Ostafrika. Zunächst ging es durch Sansibar Stadt hindurch. Sie heißt auch Stone Town, eine quirlige,bunte, afrikanische Stadt. Sie ist die Hauptstadt des tansanischen Teilstaates Sansibar.

Aus Stone Town heraus, fuhren wir auf holprigen Straßen, vorbei an Palmen, durch kleine Dörfer und wir sahen die typischen Bilder, die man kennt aus Afrika. Frauen mit Wasserbehälter auf den Köpfen, Schwarze auf dem Fahrrad, viele kleine Kinder. Es wurde gekocht vor den Hütten, alte Menschen dösten im Schatten ihrer Lehmhütten. Das war also Sansibar. Wir fuhren mit unserem klimatisierten „Luxusauto“ an allem vorbei und es fühlte sich falsch an. Genauso falsch, wie die Jahre davor in den riesigen Hotelbunkern in Ägypten, Tunesien und…… allen anderen Ländern, abgeschirmt von den Locals, den Menschen, die dort leben. Der Rückweg zum Flughafen sollte dann noch die einzige Taxifahrt im Urlaub sein. Wir beschränkten uns auf öffentliche Verkehrsmittel, dem Dalla Dalla.

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Irgendwann hielt unser Fahrer einfach an, mitten auf der Straße, in einem kleinen Dorf. Er stieg aus und wir schauten uns fragend an. Nach 5 Minuten kam er wieder. Er war kurz auf dem Markt, etwas einkaufen. Bevor er los fahren wollte, schaute er in unsere verdutzen Gesichter. Daraufhin bot er uns etwas vom frisch gekauften Obst an. Wir nahmen etwas zurückhaltend an, was er uns hin hielt.

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Nachdem wir gesehen haben, wie unser Fahrer dieses Obst aß, taten wir es ihm gleich. Es war lecker, süß und saftig und wir waren sicher, das sind Litschies. Aber es waren Rambutan. Sie sind mit Litschies verwand, haben aber eine dicht mit Borsten besetzte Schale. Unsere 1. kulinarische Erfahrung auf der Gewürzinsel. Wir fuhren nicht mehr lange, dann bogen wir auf eine Sandstraße und wurden kräftig durchgerüttelt. Nach 200 m bog der Fahrer durch ein Tor und plötzlich schienen wir in einer Oase zu sein.


9.Ankunft in den Highland Bungalows

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Highland Bungalow Nungwi

Durch dieses grüne Tor ( rechts) fuhren wir von der Straße ab. Wir standen plötzlich in einer Bar. Am Thresen füllten wir ein Formular aus. ( neuerdings gibt es auch eine Rezeption) Plötzlich kam eine Frau auf uns zu, sie begrüßte uns auf deutsch, stellte sich als Britta vor und ging mit uns durch die Local Bar hindurch. Plötzlich standen wir in einer grünen Oase zwischen Palmwedeln und Hängematten.

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Mitten in diesem tropischen Garten befindet sich unser Bungalow. Sie zeigte uns dann unser Zimmer. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Bad. Es ist afrikanisch eingerichtet mit großem Bett, Moskitonetz, Regal und Nachtschränken. In der Ecke gab es einen Tresor und auch ein Ventilator und eine Klimaanlage hängen im Zimmer. Wir hatten eine schöne Terrasse, wo wir auch mal einen Cafe genießen konnten.

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Sofort fühlten wir uns wohl hier auf Sansibar. Jetzt, nachdem wir schon dreimal dort waren, hat sich schon viel verändert, es gibt inzwischen sogar eine Rezeption, einen Pool und trotz der Bar ist es absolut leise. Die Preise sind sehr fair und auch in der Bar kann man fantastisches Local-Food essen, natürlich zu Local- Preisen. Abends kommen auch viele Einheimische dort essen und auch einige Massei. Es wird nicht langweilig. Britta und Albert sind tolle Gastgeber, fast jeden Abend haben sie sich zu uns gesetzt. Das Frühstück dort, ist das beste Frühstück, dass ich auf Sansibar gegessen habe.

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Britta bot uns an, uns den Weg zum Strand zu zeigen. Sie schnappte sich ihre Hunde und führte uns durch die Straßen von Nungwi.

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Es war nicht weit, wir gingen nicht ein

mal 10 Minuten und plötzlich wurden wir von der Helligkeit des Strandes und dem Blau des indischen Ozean erschlagen.

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Beach Nungwi

Nach ein paar Insider Tips erkundeten wir den Strand. Die Bilder sind traumhaft, allerdings ist es in echt, vor Ort noch viel, viel schöner.

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10.Allerlei Getier am Strand

Die Gezeiten hatten ihren Tiefstand erreicht, wir konnten am Strand entlang, über Kendwa Richtung Kilindo laufen. Wenn Flut ist, ist das nicht möglich, da die Wellen dann bis an die Felsen schlagen. Früher habe ich immer gedacht, ich bin Rettungsschwimmer, ich kann sehr gut schwimmen, aber man sollte die Kräfte nicht unterschätzen, es ist sehr gefährlich. Vor allem hier am Strand von Sansibar, denn die Felsen hier in Nungwi waren sehr scharfkantig und 2-3m hoch.

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Felsen bei Ebbe

Das Meer hat richtige Höhlen unter die Felsen gespült. Aber es war nun gerade Ebbe und wir gingen diesen wunderschönen Strand entlang. Immer wieder sammelten wir Muscheln aus dem weißen Puderzuckersand. Beachboys und Massai gingen ein Stück mit uns, wollten etwas verkaufen oder sich einfach mit uns unterhalten. Dann sahen wir, wie das Wasser sich dunkelblau färbte. Es sah auf dem 1. Blick aus wie ein Stein, wo die blaue Farbe herauslief, aber es war weich, wir trauten uns nicht es anzufassen ( man kann ja nicht wissen was da für giftiges Getier so herum liegt) also nahmen wir den Schuh und berührten es. Wieder färbte sich das Wasser blau. Wir haben Einheimische befragt, sie sagten es sind Meerespolypen. Aber genau wussten sie es auch nicht.

Außer diese merkwürdigen, tintenspeienden Polypen, sahen wir noch jede Menge Seesterne, in allen Farben und Größen kann man sie hier finden.

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Natürlich auch Seeigel. Vor allem wenn man bei Ebbe im seichten Wasser wandert, muss man achtsam sein. Ich hatte Glück im Unglück. Ich verspürte plötzlich diesen brennenden Schmerz am Hacken und sah diese dunklen Punkte, winzig klein. Ich kannte Seeigel, habe aber noch nie Kontakt gehabt. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass diese Ministacheln so starkes Brennen verursachen können. Aber es ließ recht schnell nach. Dann hat man immer diese Horror- Geschichten gehört, was alles so passiert….. Also habe ich einen Einheimischen gefragt, wer hier lebt kennt natürlich auch die beste Medizin. Das sollte man in den meisten Fällen sowieso machen. Gesundheitliche Probleme im Urlaub? Laß deine Reiseapotheke im Rucksack, die Locals kennen sich am besten aus. Okay, ich habe dann also jemanden gefragt, ich kannte ihn vom sehen am Strand. Er wußte auch gleich was zu tu ist, schließlich sei er Arzt. Ja ja, alles klar, ich vertraute ihm trotzdem. Er erzählte von Avocado und Kerosin. Ich war ein bißchen skeptisch. Kerosin auf eine Wunde? Auch wenn sie sehr klein ist. Dann ging er los und kam wieder mit einer kleinen, unreifen Avocado und einer 0,5l Mineralwasserflasche, in der eine Flüssigkeit gefüllt war.

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Mit dem Kerosin desinfizierte er die Wunde und danach sollte ich die Avocado darauf verteilen. Alles verlief gut, ich hatte keine Komplikationen, nichts entzündete sich.

Aber es finden sich nicht nur Meeresbewohner an Sansibars Stränden.

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Abgesehen von den Affen, die dort an der Leine von Menschen herumgeführt werden, gibt es auch frei lebende Affen. Sie haben sich an Menschen gewöhnt und kommen in die Strandrestaurants, um sich ihre tägliche Nahrungsration abzuholen. Krebse in allen Größen graben sich ich den Strand ein und Kühe genießen die frische Briese am Meer und beobachten die Touristen am Strand.


11.Abende am Strand

Wenn die Sonne nicht mehr den Höchststand hat, wird es langsam quirlig am Strand. Scheinbar das ganze Dorf, vor allem die männlichen Bewohner, kommen her, spielen Fußball, Volleyball, machen Akrobatik, es kommt Leben dorthin. Die Urlauber mischen sich unter die Locals, alles bewegt sich. Sogar die Massai tanzen, singen und trainieren. Die Strandverkäufer versuchen ein letztes Mal ihre Waren an die Touris zu verkaufen, die Restaurants stellen ihre Tische mitten in den Sand, alles trifft sich, die Kinder toben. Die frühen Abende sind mit am schönsten, wenn alles sich bunt vermischt.

Wenn die Sonne am Horizont ins Wasser gefallen ist, wird es wieder ruhiger am Strand. Die Windlichter auf den Tischen der Restaurants werden entzündet, die Touristen finden sich in den Restaurants ein und die Einheimischen gehen ins Dorf zurück.

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Ich kann jedem nur empfehlen, solltet ihr im Dunkeln dort durchs Dorf gehen wollen, nehmt euch eine Lampe mit. Als ich das 1. Mal dort war, habe ich nicht bedacht, dass es keine Straßenbeleuchtung dort gibt und es ist sehr! dunkel dort.

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Ich kann nur jedem empfehlen, schreibt auf eure Afrika Bucket- Liste ein Abend im afrikanischen Dorf. Das Leben findet auf der Straße statt. Es ist fantastisch. Eßt euch durch die verschiedenen Locations.

12.Stone Town – Sansibar Stadt ( Hauptstadt) by Dalla Dalla

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Das ist ein Dalla Dalla und so wird es beladen. Ein Dalla Dalla ist ein öffentliches Sammeltaxi. Im Vegleich zum Taxipreis (um die 30$) kostet das Dalla Dalla unter 1€ für die selbe Strecke. Dafür sitzt man auf einem Mini LKW auf der Ladefläche hinten. Sitzen kann man es eigentlich gar nicht nennen, so fühlt man sich auch nicht. Wir waren die ersten die einsteigen durften, nichts ahnend. Ich setzte mich rechts hinten in die Ecke. Da ich wußte, wieviele Menschen normalerweise damit fahren, nahm ich schon mal den Rucksack zwischen die Beine, mein Gesicht immer nach außen zur Straße gedreht, da ich etwas Platzangst habe, nicht schlimm, aber ein unangenehmes Gefühl in der Enge. Ich dachte, wenn ich zur Straße schaue, kann ich das verhindern. Nach und nach wurde es immer voller und als wir dachten, mehr geht nicht, kam noch eine super dicke Afrikanerin, die ausgerechnet neben mir wollte und da es keine Lücke mehr gab, ja nicht mal die Sitzbank mehr zu sehen war, ließ sie sich auf meinem linken Knie und dem rechten meines Nachbarn nieder. Der schien das so zu kennen und rutsche noch 2/3 Mal mit dem Po hin und her, bis die besagte Frau doch noch in eine Lücke rutschte, die es eigentlich nicht gab. Es war so eng, das ich meinen Rucksack wieder zwischen den Beinen weg nehmen musste, denn dort war kein Platz dafür, die waren einfach aneinander gequetscht, also nahm ich ihn auf den Schoß. Von umdrehen zur Straße und Luft holen war nun nicht mehr die Rede, wahrscheinlich konnte ich nur aufstehen, wenn alle anderen es auch taten. Nachdem sich dann noch 6 Männer in die Mitte auf den Boden hockten und einer sich an meine Knie abstützte, fuhren wir los. Zuerst noch auf der Hauptstraße von Nungwi, die ja geteert war. Nach ein paar Kilometern wurde die Straße zum Sandweg. Dann ging es los, man kann es wirklich nicht beschreiben, man muss es einfach getan haben. Ein eigentlich schrottreifer Mini-LKW ( die Federung gab es wahrscheinlich noch nie) fuhr über eine Sandstraße mit riesen Schlaglöchern in einem Tempo- für mich gefühlte 100 km. Man sprang automatisch vom Sitz, stieß sich den Kopf am Dach und wer als erster wieder landete, der hatte Pech, denn seine Nachbarn landeten auf seine Füße, stießen einem mit den Ellenbogen in die Rippen oder…… Dann der Geruch der verschiedenen Menschen, Schweiß, Tiere und der afrikanische Staub der Straße. Wir fuhren durch einige der Dörfer Sansibar’s.

Irgendwann, an einer Kreuzung hielt er an, Leute stiegen aus und neue ein. An den Seiten kamen fliegende Händler und wollten gegrillten Mais, Früchte und anderes Food verkaufen, manche boten sogar Zahnpasta oder Fisch an. Einer in meiner Nähe kaufte sich einen Fisch, der in Zeitung gewickelt war und begann zu essen. An der anderen Seite saß einer, der aß einen gegrillte Maiskolben. Diese Eindrücke waren unbeschreiblich, nicht zu vergessen waren wir in Afrika, bei Temperaturen über 30 Grad, ich durfte nicht darüber nach denken, dass die Fahrt nach Stonetown etwa 2,5h dauerte. So fuhren wir und fuhren und fuhren und ich merkte inzwischen nicht einmal mehr die Schmerzen meiner Glieder, alles war wie betäubt. Nur nicht an die Enge denken, einfach an irgendetwas anderes. Plötzlich blieb das Auto stehen und zischte. Ich glaubte es nicht, irgendetwas war damit. es dauerte und dauerte, wir standen und standen und standen. Draußen sprachen Männer. Einer von ihnen ging in ein Haus und kam nach vielen endlosen Minuten mit einer Flasche Wasser wieder. Wahrscheinlich musste Kühlwasser aufgefüllt werden. Meine Gedanken gingen hin und her. Ob ich einfach aussteige, eine Pause mache und mit dem nächsten weiter fahre? Aber wie sollte ich hier heraus kommen

Plötzlich ging es weiter, unendlich lange Zeit verging, bis ich endlich von diesem Auto springen konnte und wieder richtig Luft bekam. Und plötzlich stand ich, mitten in Stonetown in einem Händlergewusel

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Die Altstadt von Stonetown ist, wenn man zum ersten Mal durch läuft, sehr verwirrend. Man kommt aber immer irgendwie an der gleichen Stelle heraus. Ich hatte aber immer das Gefühl, ich habe etwas nicht gesehen, etwas vergessen anzuschauen. Wir aßen Lunch im Lukmaan- Restaurant.

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Ich hatte es mir ausgesucht, wegen der vielen guten Bewertungen. Ja man kann es empfehlen. Es ist ein super Local Restaurant, ein Mix zwischen Selbstbedienung und bedienen lassen. Die Speisekarte ist sehr einfach zu lesen, denn die Produkte sind bebildert.

Es gibt jede Menge leckerer Smooties, wir konnten uns nur schwer entscheiden. Vollgefuttert mit leckerem Fisch gingen wir auf die Suche nach einem ATM, wovon es jeden Menge gab. Auf Grund schlechter Erfahrungen nutze ich gern Geldautomaten, wo direkt daneben das Bankgebäude war. Einmal steckte ich nämlich meine Visakarte in einen hinein und plötzlich war out of order. Dann ging ich gleich an den Schalter, nach einer Stunde hin und her hatte ich sie wieder. Was macht man aber, wenn es keine Bank dazu in der Nähe gibt?

Nachdem wir über den Markt geschlendert sind, einiges an Früchte gekauft habe, sind wir zurück zum Dalla Dalla Bahnhof. Diesmal warteten wir sehr geduldig, bis ein Dalla Dalla nach Nungwi kam, der einem Bus ähnelte. Wir hatten Glück und konnten fast als Erste einsteigen. Sogar ein Fensterplatz war für uns frei.

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Eigentlich konnten 2 Personen rechts und 1 Person links vom Gang sitzen. Aber Platz gefunden haben 6 Personen pro Reihe. Wieder ein Erlebnis, allerdings viel bequemer als der Hinweg und die mit den Hühnern saßen etwas weiter vorn im Bus.


13.Schnorcheltrip mit dem Boot Kilimajaro 2

Am Strand haben wir uns überreden lassen, einen Schnorcheltrip nach Mnemba zu machen. Warum auch nicht, es ist eine Privatinsel, etwas nordöstlich gelegen. Der Weg dorthin verging wie im Fluge, wir hatten nette Menschen an Bord. Ich wunderte mich nur, das auch eine Familie mit kleine Kinder einstieg, aber gut, einer der beiden Eltern konnte ja mit den Kindern am Strand bleiben, dachte ich. Kurz bevor wir ankamen, wurden wir dann instruiert, wir fuhren nur in die Nähe der Insel, die Insel durfte auf keinen Fall betreten werden, es ist Privatbesitz und man muß Strafe zahlen, wenn man die Insel betritt. Okay, für mich kein Problem, denn ich konnte schwimmen. Das schrierige war allerdings zwischen den Menschenmassen, die dort auch schnorcheln wollten, Fische zu finden oder irgendwelche anderen seashells. Dann viel mir die Mutter mit den Kindern ein. Die mussten die ganze Zeit auf dem Boot bleiben.

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Nach den ganzen Schnorchelgängen fuhren wir an einen Traumstrand auf Unguja. Dort gab es dann Lunch, was wirklich sehr lecker war. Nach einer Pause von ca. 1h ging es dann zurück nach Nungwi.

Fazit: Ja, kann man mal mitmachen, aber ein 2. Mal muss es nicht sein.

Der schlimmste Tag ist immer der Tag der Abreise, Nungwi und die Highland Bungalows sind in den letzten Jahren zu einem zu Hause für uns geworden. Wir kennen einige Locals und fühlen uns dort sicher und wohl. Ganz sicher kommen wir bald wieder zurück…..

Und natürlich haben wir auch eine Serengeti- Safari gemacht, wir waren im Ngorongoro Krater und im Selous Nationalpark. 

Hier findet ihr einige meiner Sansibar Videos.