Die wilde Bande vom Lande

1. Inhalt der pädagogischen Konzeption zur Gestaltung der pädagogischen Arbeit

 

1.1. Angaben zur Tagespflegeperson und zur Tagespflegestelle

 

Kontaktdaten:

Jana Lange

Heegermühlerstr. 16

16230 Britz

Jana.lange@aol.com

Tel. 0176/44404615

 

Ich heiße Jana Lange, bin 1971 in Eberswalde geboren. Nach meiner Schulzeit studierte ich Krippenpädagogik und arbeitete viele Jahre als Erzieherin mit staatlicher Anerkennung und Montessoridiplom in Eberswalde, unter anderem an der Montessorischule und die letzten 13 Jahre im Kindergarten der Kinderakademie. Dort war ich auch als Teamleiterin tätig.

Einen großen Stellenwert hat für mich die Montessoripädagogik. Unter dem Motto: „Hilf mir es selbst zu tun!“ begleitete ich viele Kinder bis zum Übergang in die Schule.

Ich nahm an verschiedenen Fort-und Weiterbildungen teil, so dass ich heute folgende Qualifikationen habe:

  • Staatlich anerkannte Erzieherin
  • Montessoridiplom
  • Rettungsschwimmerin
  • Schwimmlehrerin
  • Kinderyoganleiterin
  • Praxisanleiterin
  • Ersthelfer

Alle 2 Jahre frische ich meinen Rettungsschwimmer und den Ersthelfer wieder auf.

Neben meiner Tätigkeit als Pädagogin betreibe ich seit vielen Jahren eine Schwimmschule in Eberswalde, ehrenamtlich war und bin ich in der Freiwilligen Feuerwehr Bernau und der DRLG tätig.

Mich weiterzubilden gehört zu meiner persönlichen Entwicklung dazu, ich habe in den letzten Jahren an einer Vielzahl an Veranstaltungen teilgenommen, unter anderem:

  • Forschen zu Strom und Energie- die kleinen Forscher
  • Mathematik entdecken- die kleinen Forscher
  • Fachtag- Kinder fordern heraus Teil 1 und Teil 2
  • Schwimmen- Faszination Wasser
  • Leichtathletik- Springen, Schleudern, Stoßen, Werfen
  • Judo und Selbstverteidigung für Kinder
  • Sexuelle Bildung
  • Sicherheitsförderung in Kindertageseinrichtungen
  • Spiele zur Förderung der Koordination
  • Schwimmen für Anfänger
  • Kämpfen nach Regeln
  • Ballspiele
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • AD(H)S vom Umgang mit Träumern und Zappelkindern

Ich bin ein naturverbundener Mensch, reise sehr gern und erkunde andere Kontinente. Unglaublich gern stelle ich aus Holz verschiedene Dinge her, z.B. die Matschküche im Garten, die Kindergarderobe habe ich selbst gebaut. Auch Nähen gehört zu meinen Hobbys, die große Sonne aus unserem Jahreskreis habe selbst genäht.

1.2. Leitbild

 

      Die Montessori- Pädagogik

,,Hilf mir es selbst zu tun, zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich, ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen, sie sind   vielleicht länger. Vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.“ 

Zitat Maria Montessori

Ich betrachte jedes Kind als einzigartiges Individuum. Ich werde die Kinder unterstützen, ihrem inneren Bauplan zu folgen. Die Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt und haben absolute Priorität. Das Kind bestimmt mit wem, an welchem Ort und mit welchem Material es sich beschäftigt.

1.3. Zur Kindertagespflegestelle der wilden Bande

 

Das Haus der Tagespflegestelle ist mein Einfamilienhaus in 16230 Britz, Heegermühlerstr. 16.

Im Erdgeschoß befindet sich der Gruppenraum, der bietet die vorbereitete Umgebung für 5 Kinder zum Erkunden, Toben, Spielen und Arbeiten. Für die sensiblen Phasen der Kinder gibt es kleine Bereiche und Nischen im 40 qm großen Raum. Bücherecke, Mal- und Kreativtisch, Bauecke, Kinderküche, Puppen- und Kuschelecke stehen zu Verfügung. Der komplette Raum verfügt über Fußbodenheizung. In den niedrigen Regalen finden die Kinder Materialien in Kinderhöhe, die hauptsächlich aus Holz bestehen. Die Regale sind nicht übervoll und kunterbunt.

Direkt neben dem Gruppenraum befindet sich die kleine Toilette mit Waschbecken. Es stehen kleine Hocker, Kindertoilettensitz und Töpfchen zur Verfügung. In der Küche bereiten wir zusammen unsere Mahlzeiten vor und essen gemeinsam am Tisch. Es gibt einen Kindertisch mit 6 Kinderplätze, an dem wir unser Gemüse schnippeln können.

Auf dem Weg in den Garten kommen wir durch unseren Wintergarten, in dem auch unsere Garderobenecke zu finden ist. Es gibt 2 Bänke mit Kleiderhaken und jedes Kind hat hier ein Fach für Wechselwäsche und andere persönliche Dinge.

Im großen Garten wächst ein Weidentipi heran, das im Sommer Schatten spendet. Auch unterm Kirschbaum ist viel Schatten für Buddelkasten, eine Matschküche, eine Schaukel und eine Turnstange. Alles lädt zum Toben, Bewegen und Matschen ein. Die vielen Blumen- und Kräuterbeete können wir im Sommer gemeinsam pflegen und ernten. Sobald das Wetter es zulässt, werden wir in der Gartenküche kochen und unsere Tage im Freien verbringen.

Unser Garten grenzt direkt an ein Feld, so können wir auch dort Erkundungstouren unternehmen, Tiere beobachten, Traktor- und Mähdrescherfahrer winken, die Aussaat, das Wachstum und die Ernte in den verschiedenen Jahreszeiten beobachten. 5 Gehminuten von uns gibt es einen Wald, den wir regelmäßig erobern werden.

Parkmöglichkeiten findet man auf der gegenüberliegenden Straßenseite, Fahrräder und Anhänger können auf dem Grundstück abgestellt werden.

1.4. Weitere Informationen

 

Als qualifizierte Erzieherin biete ich fünf Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahre ganz viel Platz sich selbst zu entfalten.

Öffnungszeiten:

Mo – Do 6:00 – 16:00 Uhr

Fr 6:00- 13:00 Uhr

Ich werde in etwa 30 Tage im Jahr Erholungsurlaub machen. Der Zeitraum wird im Januar jeden Jahres bekanntgegeben.

Ich bin ein sehr gesund lebender Mensch mit einem guten Immunsystem, sollte es doch einmal eintreten, dass ich erkranke, werde ich rechtzeitig mitteilen, wenn ich die Kinder nicht betreuen kann.

1.5. Tagesablauf

 

Die Arbeit mit Kindern in genauen Uhrzeiten zu planen, halte ich für schwierig. Daher sind die Angaben Richtwerte, die auch mal abweichen können.

  • 06:00 – 7:30 Uhr Ankommen/ Spielen
  • 07:30 – 8.30 Uhr Frühstück vorbereiten und essen
  • 08:30 – 9:00 Uhr kleine Morgenrunde im Kreis
  • 09:00 – 11:00 Uhr Angebote/ Freispiel
  • 11:00 – 12:00 Uhr Mittag vorbereiten und essen
  • 12:00 Vorbereitung zum Kuscheln und Kuschelzeit
  • 15:00 Vesper / Freispiel
  • 16:00   Abholzeit.

 

 

         1.5.1 Rituale

Rituale geben den Kindern Halt, Orientierung und Geborgenheit. Sie bilden ein stabiles Gerüst für den Tagesablauf.

Eines der wichtigsten Rituale in unserem Tagesablauf wird die Nutzung unserer Klangschale sein. Sie wird das Zeichen für Veränderung sein, zum kurzen Innehalten. Sie wird das Essen einläuten, den Morgenkreis, die Kuschellzeit…

Ein weiteres wichtiges Ritual ist die Geburtstagsfeier eines Kindes. Zum Geburtstag findet ein gemeinsames Frühstück statt, der große Jahreskreis und das Geburtstagskind darf sich gemeinsame Spiele aussuchen.

Auf Geschenke wird generell verzichtet, auch zu Weihnachten, Nikolaus, Ostern. Ich werde mit den Kindern zu besonderen Feiertagen in kleinen spielerischen Runden erarbeiten, warum dieser Feiertag begangen wird.  Z.B. Weihnachten- Geburt Jesus.

 

1.6. Gestalten von Mahlzeiten

Folgende Mahlzeiten werden angeboten:

1. Morgens genießen wir ein gemeinsam vorbereitetes Frühstück dazu gehört:

  • Kuhmilch + Hafermilch
  • Müsli, Porridge, Brote oder Smoothie
  • rohes Gemüse und Obst
  • Aufstriche oder Belag wechselnd

 

2. Ein frisch gekochtes, abwechslungsreiches Mittagessen wird täglich mit den Kindern gemeinsam vorbereitet und gegessen. Wichtig ist mir hier saisonales Gemüse, maximal 1x pro Woche Fleisch und Fisch. Den Speiseplan erarbeite ich gemeinsam mit den Kindern, so dass von jedem Kind die Vorlieben eingeplant werden können.

 

3. Zur Vesperzeit wird folgendes gereicht:

  • Kuhmilch + Hafermilch
  • Müsli, Porridge, Brote oder Smoothie
  • rohes Gemüse und Obst
  • Aufstriche oder Belag wechselnd
  • Während des gesamten Tages stehen ungesüßter Tee und Wasser für die Kinder bereit.

Was mir wichtig ist:

  • So gut wie möglich zuckerfrei, gesüßt wird, wenn nötig mit Agavendicksaft oder Honig
  • saisonale/regionale Zutaten
  • Zum Geburtstag dürfen die Eltern anstelle eines Kuchens gern Obst und Gemüseplatten mitbringen
Die wilde Bande vom Lande

1.7. Eingewöhnung

 

1.7.1. Informationsaustausch mit den Eltern

 

  1. Die Eltern nehmen Kontakt zu mir auf und wir vereinbaren einen Termin zum 1. Kennenlernen. Die Familie kann sich die Räumlichkeiten anschauen und mich kennenlernen.
  2. Gibt es einen freien Platz und die Eltern haben sich entschieden, ihr Kind von mir betreuen zu lassen, gibt es einen 2. Termin um alle notwendigen Anträge, Formulare und alles Weitere zu besprechen.

Steht der Termin zur Eingewöhnung fest, biete ich vor der Eingewöhnung an einem Tag in der Woche die Möglichkeit, mit dem Kind nachmittags zum Spielen zu kommen.

 

1.7.2. Eingewöhnung

Die Eingewöhnung wird angelehnt an das Berliner Modell stattfinden.

Vor der Eingewöhnung biete ich Kennenlern- Nachmittage an, um die Eingewöhnung zu erleichtern.

Zum 1. Kennenlerngespräch ist die ganze Familie willkommen, beide Erziehungsberechtigte und das Kind.

Starten wir mit der Eingewöhnung, bitte ich darum, dass nur 1 Elternteil das Kind begleitet. Tageweise kann dann aber gern abgewechselt werden. Folgender Ablauf ist geplant, aber individuell bei jedem Kind anders. Hier spielt auch das Alter des Kindes eine große Rolle.

  1. Gespräch mit den Eltern
  2. Gemeinsam mit der Bezugsperson finden kurze Spielzeiten statt
  • Trennungsversuch- wie reagiert das Kind
  1. Aufbau der Beziehung zwischen dem Kind und mir (gelegentliche kurze Trennungen der Bezugsperson)
  2. Die ersten Phasen allein, noch nicht den ganzen Tag- Erreichbarkeit der Bezugsperson noch wichtig
  3. Geschafft! Das Kind kommt gern.

Ich habe schon sehr viel Erfahrung mit Eingewöhnungen und werde den Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die wilde Bande vom Lande

1.8. Erziehung und Bildung in der Tagespflegestelle

 

1.8.1. Rechtliche Grundlagen der Pädagogischen Arbeit

Die Erlaubnis zur Eröffnung einer Kindertagespflege wurde mir vom Jugendamt des Landkreises Barnim nach Prüfung der Eignung (§43 SGB Vlll) erteilt.

In meiner pädagogischen Arbeit werden sich die „Grundsätze der elementaren Bildung“, widerspiegeln.  Die Grundsätze der elementaren Bildung sind das verbindliche Rahmenkonzept für die Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg. Sie gliedern sich in 6 Bildungsbereiche, die nachfolgend aufgeführt werden. Die Meilensteine der Sprachentwicklung und die Grenzsteine der Entwicklung werde ich für meine Entwicklungsbeobachtungen und Dokumentationen nutzen.

1.8.2. Bild vom Kind

Die Grundlage meiner pädagogischen Arbeit sind die Prinzipien der Montessori Pädagogik. Die Kinder sind die Baumeister ihrer selbst. Ich werde sie als wertvolle Menschen ansehen, ihre Persönlichkeit achten und ihre sensiblen Phasen erkennen. Die Kinder entscheiden selbständig wann sie bereit sind gewisse Fähigkeiten zu erlernen. Ich stelle ihnen eine altersgerechte, vorbereitete Umgebung zur Verfügung, die ihre Neugierde und ihren Forschergeist weckt, so können sie aus ihrer eigenen Motivation heraus lernen. Ich werde sie dabei beobachten, begleiten und unterstützen. Die Kinder erleben mit mir den verantwortungsbewussten Umgang in der Natur, mit unseren Materialien, in unserer schönen Umgebung.

Die wilde Bande vom Lande

1.8.3.2. Sprache, Kommunikation und Schriftkultur

  • Förderung der sprachl. Kompetenzen im Alltag und in Gesprächsrunden
  • Bücher stehen im Mittelpunkt (so wenig digitale Medien wie möglich)
  • Projektarbeit, Vorleserunden,
  • Täglich eine Geschichte vor der Kuschelzeit
  • Materialien zur Schrift und Sprache z.B. Buchstabenpuzzle, Stifte und Papier, Schablonen, Sandtablett
  • Englisch im Alltag
  • Singen von deutschen und internationalen Kinderliedern („Atte Katte Nuwa,“ „Salibonani“, „Head, Shoulders, knees and toes“)
  • Training verbaler Konfliktlösungen
  • Reimen, Verse und Gedichte vor dem Mittagessen
  • Verbindung von Schrift und Symbol in der vorbereiteten Umgebung
Die wilde Bande vom Lande

      1.8.3.3. Musik

 

  • Täglicher Gebrauch der Klangschale zum Einläuten eines neuen Tagesabschnittes
  • Singen von deutschen und internationalen Kinderliedern zum Morgenkreis
  • Rhythmische Projekte/ Angebote
  • Alle Percussion Instrumente stehen täglich zur Verfügung, dazu gehören Kesseltrommel, Zungentrommel, Klangschale, Rasseln, Klanghölzer, Shaker, Tamburin, Schelleninstrumente, Flöte
  • Verbindung von Rhythmik und Bewegung im Kindertanz
  • Leise Entspannungsmusik zum Einläuten der Kuschelphase
  • Klatsch- und Patschspiele im Alltag
  • Klang der Stimme beim Sprechen verändern
  • Basteln von Musikinstrumenten

 

Die wilde Bande vom Lande

1.8.3.4 Darstellen und Gestalten

  • Zugriff auf verschiedenste Natur-Materialien
  • Gezielte Angebote ohne Wertung
  • Projektarbeit/ Angebote zu versch. kreativen Techniken (falten, reißen, schneiden…)
  • Kreativecke mit Wachsmalstiften, Buntstiften und Papier befindet sich in der vorbereiteten Umgebung zur freien Verfügung
  • Großer Bauteppich mit Holzbausteinen
  • Mal und Basteltisch ist in der vorbereiteten Umgebung integriert
  • Vorbereitung unseres großen Jahreskreises bei Feiern und Festen mit den Kindern
  • Angebote mit den Kindern vor Feiertage (Ostereier färben, Weihnachtsstern basteln…)

 

Die wilde Bande vom Lande

 1.8.3.5. Mathematik und Naturwissenschaft

  • Materialien stehen in der vorbereiteten Umgebung zur Verfügung und wecken die Lust am Zählen
  • Bücher zum Nachschlagen und Experimentieren
  • Gezielte Angebote/ Projekte/ Experimente (was kann schwimmen, was kann rollen…)
  • Einbeziehung im Morgenkreis- Zählspiele
  • Konstruktionen auf dem Bauteppich
  • Einbeziehung in den gesamten Tagesablauf (BSP. Tisch decken- 5 Teller, 5 Gabeln, 5 Messer…)
  • Einbindung in unsere Ausflüge in die Natur- Veränderungen der Natur auf den Grund gehen
  • Für die kleinen Entdecker stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, z.B. Lupenbecher, Zollstock, Uhr, Bausteine, Messbecher, Landkarte,
  • Kräuterbeete anlegen, Tee selbst ernten, trocknen…
  • Die Kinder helfen durch tägliche Dienste ihre vorbereitete Umgebung sauber und ordentlich zu halten
  • Am Waldtag wandern wir achtsam in unserer Natur, erfahren Umweltbewusstsein, erleben die Natur im Jahreskreis, erforschen verschiedene Pflanzen, beobachten Tiere 
Die wilde Bande vom Lande

 1.8.3.6. Soziales Leben

 

  • Erlernen der verbalen Konfliktlösungen im Alltag
  • Einzel, Paar- und Gruppenarbeit ist in der vorbereiteten Umgebung möglich
  • Jedes Kind bekommt ein Fach und einen Korb
  • Selbstreflexion und gemeinsame Planungen im Morgenkreis
  • Stärkung des Selbstbewusstseins durch Vertrauen, Rituale, Fokus auf die Stärken legen, Sport ohne Konkurrenzkampf, Tränen zulassen, über Gefühle sprechen….
  • Respekt und Achtung vor Menschen und Tier werden wir auf unseren Ausflügen erfahren
  • Selbständigkeit im Alltag, Hilfe untereinander durch gemischte Altersgruppe
  • Rücksichtsvoller Umgang in der Gruppe
  • Rückzugsorte werden geschaffen (Zelt, Kuschelecke)
  • Wertschätzung, Achtung, Nächstenliebe, Geborgenheit und Vertrauen hat bei mir höchste Priorität
  • Regeln werden gemeinsam erarbeitet- nein heißt nein
  • Als Materialien stehen u.a. Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Rollenspielzubehör und Bücher zu Verfügung
  • Projektarbeit- Bsp. Traditionen und Bräuche anderer Länder oder Religionen

 

2. Beobachten und Dokumentieren

 

Beobachtung und Dokumentation in der Tagespflege dient zum Veranschaulichen der Entwicklungsprozesse der Kinder. Sie geben Aufschlüsse zum Entwicklungsstand der Kinder, seine Kompetenzen, Fähigkeiten und Interessen. Das Kind wird besser verstanden und wahrgenommen. In Angeboten kann ich gezielter auf den Entwicklungsstand des Kindes eingehen. Die Beobachtungen werde ich im gesamten Tagesablauf durchführen und etwa 2x im Monat oder in besonderen Fällen sofort dokumentieren.

Zum Dokumentieren nutze ich Beobachtungs- und Entwicklungsdokumentationen vom Landkreis Barnim.  Hier werde ich die Kompetenzen der Kinder in jedem Bildungsbereich erfassen und auswerten. Bestandteil der Beobachtungsbögen sind die Grenzsteine der Entwicklung. Beobachtet und dokumentiert werden Sachkompetenzen in den jeweiligen Bildungsbereichen, personale und soziale Kompetenzen und die Wahrnehmung.

Einmal jährlich dokumentiere ich die Sprachentwicklung der Kinder. Hierzu nutze ich die Meilensteine der Sprachentwicklung für Kinder ab 2 Jahre. Das Sprachverhalten der Kinder wird in 4 Sprachebenen dokumentiert. Dazu gehören Lexik, Grammatik, Kommunikation und Literalität.

Jedes Kind hat sein eigenes Portfolio. Hier wird alles gesammelt, was in der gesamten Zeit bei mir entsteht. Fotos, Lieder, Mal- und Bastelarbeiten. Experimente. Die 1. Seite wird aus einem, von den Eltern gestalteten Steckbrief bestehen. Im Laufe der Zeit wird eine individuelle Sammlung entstehen, welche das Kind am Ende der Zeit bei mir erhält.

Die Dokumentationen und die Portfolios werde ich mit den Eltern gemeinsam im jährlichen Entwicklungsgespräch auswerten.

3. Gestalten von Übergängen

Im Vorfeld wird es ein Elterngespräch geben, wann und wo das Kind in den Kindergarten gehen wird, wir werden Absprachen treffen, wie sich die Eltern den Übergang wünschen und wie ich ihn mir vorstelle. Gemeinsam werden die Schritte besprochen, die wir gehen werden.

Der Übergang in den Kindergarten wird für das Kind positiv gestaltet, er ist ein kleiner Meilenstein für die Kinder. Im Vorfeld werden wir uns mit dem Kindergarten beschäftigen, dass Buch „Connie kommt in den Kindergarten“ lesen. Der Abschied von der Tagesgruppe ist ein Ritual. Wir schauen uns gemeinsam das Portfolio des Kindes an, zusammen werden wir alle persönlichen Sachen des Kindes einpacken und es wird ein kleines Abschiedsgeschenk geben.

Nachdem das Kind die Gruppe verlassen hat, darf es uns gern an einem Nachmittag in der Woche weiterhin besuchen kommen.

4. Zusammenarbeit mit den Eltern (Sorgeberechtigten) des Kindes

Eltern vertrauen mir ihre Kinder an, dass ist nicht immer einfach und erfordert großes Vertrauen. Auch für meine pädagogische Arbeit ist eine offene und ehrliche Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig. Um die bestmögliche Förderung und Betreuung der Kinder zu gewährleisten, muss ein regelmäßiger, wertschätzender Austausch miteinander stattfinden, denn Eltern sind diejenigen, die ihr Kind am besten kennen.

In der täglichen Betreuung wird es morgens und nachmittags Tür- und Angelgespräche geben, um alle wichtigen Informationen auszutauschen.

Einmal im Jahr oder bei Bedarf werden Entwicklungsgespräche durchgeführt, um Beobachtetes auszutauschen. Sie sind für die Entwicklung des Kindes sehr wertvoll und tragen zu einer guten Erziehungspartnerschaft bei. Diese Gespräche werden protokolliert und dokumentiert. Hier kann ich auch gern beratend und unterstützend zur Seite stehen. Für Wünsche und Anregungen habe ich immer ein offenes Ohr.

Für Gesprächswünsche und Beschwerden finden wir zeitnah einen Termin. Offenheit und Ehrlichkeit ist Vorrausetzung für ein nettes Miteinander und stärkt unsere Erziehungspartnerschaft.

Nach Bedarf oder mindestens 1x im Jahr findet ein Elterntreffen mit allen Eltern statt. Neben Organisatorischem bin ich offen für Themenschwerpunkte, die die Eltern interessieren, z.B. Sauberkeitserziehung, Montessoripädagogik….

Für kurzfristige Informationen im Alltagsgeschehen, nutze ich eine WhatsApp – Gruppe. Private Nachrichten sollten privat versendet werden.

5. Rechte der Kinder

Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen ist das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen. Am 20.11.1989 wurde das Übereinkommen über die Rechte der Kinder von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Es gibt 54 Artikel, wer diese UN- Kinderrechtskonvention komplett lesen möchte, kann gern die Datei bekommen.

Ein kleiner Auszug:

Du hast das Recht-

  • 6 – zu leben und dich bestmöglich zu entwickeln.
  • 12- die eigene Meinung mitzuteilen und ernst genommen werden
  • 16 – auf Privatsphäre, niemand darf dich beschämen und beleidigen
  • 28 – auf Bildung
  • 31 – Recht auf Freizeit, zu spielen, erholen und künstlerisch betätigen

 

 

Kinderschutz

Kinder vor Gefahren zu schützen, das hat für mich oberste Priorität. Ich bin mit meiner Aufgabe als Erzieherin und Tagesmutter verpflichtet, mich, um das Wohl der mir anvertrauten Kinder zu sorgen. Der Schutzauftrag ist für mich im §8a SGB, im Kinder- und Jugendschutzgesetz ganz klar definiert. Mein Ziel ist es Kinder vor Schäden aufgrund altersunangemessener Behandlung, körperlicher Gewalt oder Vernachlässigung zu schützen.

6. Kooperationspartner

Ich arbeite in meinen eigenen Räumlichkeiten allein mit den Kindern. Um auch frischen Wind in den Tagesablauf zu bringen und nicht im eigenen Saft zu schmoren, vernetze ich mich mit befreundeten Tagesmüttern, mit dem Kindergarten der Kinderakademie und ich werde ab und an Praktikanten und Studenten betreuen, die sich für einen sozialen Beruf entschieden haben.

Als ausgebildete Praxisanleiterin darf ich junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf des Sozialassistenten und des Erziehers begleiten. Hier arbeite ich hauptsächlich mit dem Oberstufenzentrum Barnim und der Schule für Sozialwesen in Lobetal zusammen.

 

,,Das Kleinkind weiß, was das Beste für es ist. Lasst uns selbstverständlich darüber wachen, dass es keinen Schaden erleidet. Aber statt es unsere Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes, kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben. Dann werden wir, wenn wir es gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen.“

Maria Montessori